NEWSLETTER
September 2022

Arbeitsrecht in der betrieblichen Praxis – Neueste Entwicklungen


„Weckruf aus Erfurt – Arbeitszeiterfassung verpflichtend!“ so lautet der Titel des ersten Beitrags in unserem Newsletter September 2022.  Das BAG hat hier mit  seinem Urteil vom 13.09.2022 für Aufsehen gesorgt. Wir besprechen weiterhin ein Urteil des BAG zur Zulässigkeit für Abfindungen nach einem Sozialplan Höchstbeträge zu vereinbaren, ferner – auch ein Urteil des BAG – zum Lohnrisiko bei Corona bedingter Betriebsschließung. Das LAG Köln hat sich instruktiv zur „Kündigung wegen Minderleistung“ geäußert. Praxisrelevant sind auch Entscheidungen zur „Wirksamkeit der Befristung bei Krankheitsvertretung“ sowie zur „Rückzahlung von Fortbildungskosten“.

 

Gerne stehen wir Ihnen zur Beratung in den Themen des Arbeitsrechts zur Verfügung!

Inhalt
Weckruf aus Erfurt: Arbeitszeiterfassung verpflichtend!

Autor: Dr. Christian Bloth

In seinem viel beachteten Urteil hat das BAG (Urt. v. 13. September 2022, 1 ABR 22/21) daran erinnert, dass Regelungen zur Arbeitszeiterfassung „überfällig“ sind, indem es verlautbaren ließ, dass Arbeitgeber schon heute auf Grund der Bestimmungen zum Arbeitsschutzgesetz gehalten sind, ein System zur Arbeitszeiterfassung einzuführen. Was folgt daraus für Arbeitgeber?

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Höchstbetrag bei Sozialplanabfindung

Autor: Jonas Anders

In seiner Entscheidung vom 8. Februar 2022 (Az. 1 AZR 252/21) hatte sich das Bundesarbeitsgericht (BAG) mit der Frage zu beschäftigten, ob die in einem Sozialplan enthaltene Regelung für Abfindungsobergrenzen einen Verstoß gegen den betriebsverfassungsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz darstellt.

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BAG zum Betriebsrisiko bei Corona-bedingten Betriebsschließungen

Autor: Rafael Hertz

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hat mit Urteil vom 4. Mai 2022 (Az. 5 AZR 366/21) entschieden, dass der Arbeitgeber nicht das Risiko eines Arbeitsausfalls trägt, wenn die Betriebsschließung im Rahmen allgemeiner und umfassender Maßnahmen staatlicher Stellen zur Pandemiebekämpfung erfolgt. Im Ergebnis musste der Arbeitgeber also nicht für den Lohnausfall infolge des Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020 aufkommen.

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Kündigung wegen quantitativer Minderleistung

Autor: Dr. Christian Bloth

Können verhaltensbedingte ordentliche Kündigungen von Low Performern rechtswirksam sein? Das Landesarbeitsgericht Köln (LAG) hat kürzlich in seinem Urteil vom 3. Mai 2022 (Az. 4 Sa 762/21) bestätigt, dass Arbeitnehmer, die über einen längeren Zeitraum die Durchschnittsleistung um mehr als ein Drittel unterschreiten, im Einzelfall nach einschlägiger Abmahnung verhaltensbedingt ordentlich gekündigt werden können.

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Unwirksame Befristung im Falle der Krankheitsvertretung

Autor: Rafael Hertz

Das Arbeitsgericht (ArbG) Erfurt hatte sich in seiner Entscheidung vom 17. Mai 2022 (Az. 6 Ca 1834/21) im Zusammenhang mit der Befristung eines Arbeitsverhältnisses zur Krankheitsvertretung mit der Frage zu beschäftigen, wann eine solche Befristung unwirksam sein kann.

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Rückzahlung von Fortbildungskosten

Autor: Jonas Anders

Das Bundesarbeitsgericht (BAG) hatte sich in seiner Entscheidung vom 1. März 2022 (Az: 9 AZR 260/21) mit der Frage zu beschäftigen, ob ein Arbeitnehmer seinem Arbeitgeber die von diesem getragenen Fortbildungskosten zurückzahlen muss, wenn das Arbeitsverhältnis nach der Fortbildung auf Veranlassung des Arbeitnehmers endet.

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