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Mai 2018
Arbeitsrecht in der betrieblichen Praxis –
Neueste Entwicklungen
Bereitschaftsdienst, bei dem sich der Arbeitnehmer an seinem Wohnort aufzuhalten hat, er jedoch innerhalb von acht Minuten den Einsatzort aufsuchen muss, ist Arbeitszeit!
Das Landesarbeitsgericht Berlin-Brandenburg entschied in einem Urteil vom 16. November 2017 (Az. 2 Sa 965/17), dass eine Weisung des Arbeitgebers, sich ab sofort in einer 165 km entfernten Niederlassung zur Arbeit zu melden, unbillig ist.
Die Kündigung eines Geschäftsführers bedarf keines Grundes im Sinne des Kündigungsschutzgesetzes, da ein Geschäftsführer, der weitgehend frei über Arbeitsort- und Zeit entscheiden kann, kein "Arbeitnehmer" ist.
Kann der Abschluss eines Aufhebungsvertrages mit Betriebsratsmitgliedern eine unzulässige Begünstigung des Betriebsratsmitglieds darstellen?
Mit Urteil vom 12. März 2018 hat das LAG Niedersachsen (Az. 15 Sa 319/17) eine außerordentliche Kündigung für unwirksam erklärt, die wegen des Verdachts der Zugehörigkeit eines Arbeitnehmers zur „salafistischen Szene" ausgesprochen worden war.
Mit Beschluss vom 21. November 2017 (1 ABR 47/16) entschied das Bundesarbeitsgericht, dass der örtliche Betriebsrat eines konzernangehörigen Unternehmens keinen mitbestimmungsrechtlichen Anspruch gegenüber dem Unternehmen besitzt, die Konzernobergesellschaft anzuweisen, die Durchführung einer Mitarbeiterbefragung bei dem Konzernunternehmen zu unterlassen.
