NEWSLETTER
März 2020

Arbeitsrecht in der betrieblichen Praxis – Neueste Entwicklungen


Unser Newsletter „März 2020" – für das 1. Quartal 2020 – beschäftigt sich mit den unten genannten Themen, die für Sie hoffentlich von Interesse sind. Dabei nehmen wir in der derzeitigen Lage keine „Covid-19" bezogenen Fragen auf – zum einen liegen natürlich keinerlei gerichtliche Entscheidungen zu diesen Themen vor – zum anderen verweisen wir dazu auf andere Hinweise, zum Beispiel bezogen auf Kurzarbeit, auf unserer Homepage. Ferner ist es natürlich so, dass auch andere arbeitsrechtliche Themen nicht „still stehen". Sie entwickeln sich weiter, stehen vielleicht derzeit aber nicht im Vordergrund.

 

Unsere Themen:

 

Arbeitszeiterfassung: Per Fingerabdruck zulässig? – Crowdworker: Arbeitsverhältnis mit der Plattform? – Entgeltfortzahlung: Beweislast bei Frage des einheitlichen Verhinderungsfalls – AGG: Nichteinladung eines schwerbehinderten Bewerbers zum Vorstellungsgespräch – BetrVG: Zustimmung mehrerer Betriebsräte bei Einstellung eines für mehrere Betriebe verantwortlichen Leiters – BetrVG: Einigungsstelle zur Abberufung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit auf Antrag des Betriebsrats?

 

Gerne stehen wir Ihnen für Ihre arbeitsrechtliche Fragestellungen – auch außerhalb der Themen des Newsletters – gerade in dieser Zeit zur Verfügung.

Inhalt
Biometrische Daten im Arbeitsverhältnis: Arbeitszeiterfassung per Fingerabdruck?

Autor: Rafael Hertz

Arbeitszeiterfassung im digitalen Wandel: nachdem das sogenannte „Stechuhr-Urteil" des EuGH zur Arbeitszeiterfassung viel Aufmerksamkeit erregt hat (Newsletter-Artikel Juni 2019 „Wiedereinführung der Stechuhr? Laut EuGH müssen geleistete Arbeitszeiten genau erfasst werden") müssen sich Arbeitgeber auch mit dem Thema befassen, wie sie eine objektive Erfassung gewährleisten können. Somit wird das Thema „biometrische Daten" erheblich an Bedeutung gewinnen. Es stellt sich daher die Frage: Kann ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter dazu verpflichten, die Arbeitszeiterfassung künftig durch ein Zeiterfassungssystem mittels Fingerabdruck vorzunehmen?

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Arbeit 4.0: Crowdworker sind keine Arbeitnehmer

Autor: Julia Loos

Immer mehr Menschen verdienen als sogenannte Crowdworker mit Mikrojobs im Internet ihr Geld. Doch arbeiten sie selbstständig oder müssen sie wie Angestellte behandelt werden? Das LAG München hat sich positioniert und die Arbeitnehmereigenschaft bei Crowdworkern abgelehnt.

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Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall und die Einheit des Verhinderungsfalls

Autor: Laura Engelmann

Das BAG hat in seinem Urteil vom 11. Dezember 2019 (Az. 5 AZR 505/18) klargestellt, dass der Arbeitnehmer keinen Anspruch auf verlängerte Entgeltfortzahlung hat, wenn er während einer bestehenden Arbeitsunfähigkeit erneut erkrankt.

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Überlaufendes E-Mail Postfach ist keine Rechtfertigung für Nichteinladung eines geeigneten schwerbehinderten Bewerbers

Autor: Julia Loos

Schelte für öffentlichen Arbeitgeber: Das BAG macht klar, dass öffentliche Arbeitgeber sich nicht der Verantwortung für das Übersehen einer Bewerbung einer schwerbehinderten Person entziehen können, indem sie sich auf schlechte Ausstattung und Organisation berufen. Entschädigungsansprüche schwerbehinderter Bewerber haben öffentliche Arbeitgeber dennoch nicht in jedem solcher Fälle zu fürchten. Wie es dazu kam und was öffentliche Arbeitgeber im Umgang mit Bewerbungen von Menschen mit schwerer Behinderung zu beachten haben, erfahren Sie hier.

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Zustimmung aller Betriebsräte bei Einstellung eines mit Verantwortung für mehrere Standorte

Autor: Dr. Christian Bloth

BAG: Wird ein Arbeitnehmer mit Personalverantwortung für mehrere Betriebe des Arbeitgebers eingestellt, muss die Zustimmung aller örtlichen Betriebsräte zur Erstellung eingeholt werden, auch wenn im Arbeitsvertrag nur ein Dienstort bestimmt ist. Der Gesamtbetriebsrat ist nicht zuständig.

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Fachkraft für Arbeitssicherheit: Abberufung auf Initiative des Betriebsrats? Antrag auf Einsetzung der Einigungsstelle möglich?

Autor: Dr. Christian Bloth

Ob ein Betriebsrat ein Initiativrecht zur Abberufung bei Fachkraft für Arbeitssicherheit hat, ist streitig. Ist – obwohl dies nicht geklärt ist – auf Antrag des Betriebsrats eine Einigungsstelle einzusetzen?

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