NEWSLETTER
März 2022

Arbeitsrecht in der betrieblichen Praxis – Neueste Entwicklungen


Unser Newsletter „März 2022", der erste dieses Jahres, berichtet vorwiegend über Entscheidungen, die mit Kündigungen im Zusammenhang stehen, u.a. solche, die sich auf Verhalten von Arbeitnehmern bzgl. vorgegebener Covidtests beziehen.

 

Unsere Themen:

ArbG Hamburg und ArbG Bielefeld: Kündigung bei Verweigerung eines Schnelltests bzw. Täuschung über einen Schnelltest – LAG München: Keine Vergütung bei Verweigerung eines PCR Tests – LAG Köln: Fristlose Kündigung bei Weiterleitung einer E-Mail-Kommunikation an Dritte – ArbG Gera: Beweisfragen bei Zugang einer Kündigung durch Einwurfeinschreiben – LAG Hannover: Massenentlassungsanzeige, Kündigung unwirksam wegen Nichtzuleitung der BR Information zum Konsultationsverfahren? Vorlage an den EuGH – LAG Stuttgart: Vererblichkeit eines Abfindungsanspruchs bei ausverhandelter, aber noch nicht abgeschlossener Aufhebungsvereinbarung

 

Gerne stehen wir Ihnen für Ihre arbeitsrechtlichen Fragestellungen – auch außerhalb der Themen des Newsletters – zur Verfügung. Wir wünschen Ihnen – trotz der widrigen Zeiten und deren Herausforderungen – einen guten Start in das Frühjahr.

Inhalt
Arbeitnehmer verweigert Schnelltest, was nun?

Autor: Hannah Luisa Kaup, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Viele Arbeitgeber mussten sich in den letzten Monaten mit der Implementierung der 3G-Regelung am Arbeitsplatz und den Konsequenzen bei verweigerter Umsetzung durch die Arbeitnehmer auseinandersetzen. Hier stellt sich die Frage, ob der Arbeitgeber auf Grund der Verweigerung eines Schnelltests auch zur Kündigung berechtigt sein kann. Zunächst hatte das Arbeitsgericht (ArbG) Hamburg (Urteil vom 24. November 2021 – 27 Ca 20/21) über eine Kündigung nach verweigertem Corona Schnelltest zu entscheiden, dann folgte das Arbeitsgericht Bielefeld (Urteil vom 9. Dezember 2021 – 1 Ca 1781/21) .

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Verweigerung PCR-Test: kein Annahmeverzug und somit auch kein Lohn?

Autor: Hannah Luisa Kaup, Wissenschaftliche Mitarbeiterin

In einer Entscheidung vom 26. Oktober 2021 hatte das Landesarbeitsgericht München (LAG) Gelegenheit über die Frage zu entscheiden, welche arbeitsrechtlichen Konsequenzen die Weigerung einer Arbeitnehmerin hat, sich einem PCR-Test zu unterziehen. Welchen Einfluss hat die Weigerung auf Entgeltansprüche?

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„Der Zweck heiligt nicht die Mittel!" 

- Weiterleitung von E-Mail-Kommunikation: Fristlose Kündigung möglich -

Autor: Rafael Hertz

Im Juli 2021 haben wir im Rahmen dieses Newsletters über ein Urteil des Arbeitsgerichts Aachen berichtet, das sich mit der fristlosen Kündigung einer Mitarbeiterin einer Kirchengemeinde befasste, die eine offensichtlich private E-Mail und einen privaten Chatverlauf ihres Vorgesetzten, des Pfarrers, gelesen und ausgedruckt hatte. Zudem erstellte sie Kopien auf einem Datenträger und leitete diese an Dritte weiter. Nachdem die Beklagte Berufung gegen die Entscheidung eingelegt hatte, hatte nun das Landesarbeitsgericht (LAG) über diese Frage zu entscheiden (Urt. v. 2. November 2021; Az. 4 Sa 290/21).

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„Mein Briefkasten war leer" – Beweisfragen bei per Einschreiben übermittelten Kündigungen

Autor: Jonas Anders

Das Arbeitsgericht Gera hatte kürzlich (Urteil vom 3. November 2021, Az.: 7 Ca 233/20) über Beweisfragen im Zusammenhang mit einer Kündigung zu entscheiden, deren Zugang der Arbeitnehmer pauschal bestritten hatte.

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Droht der nächste „Stolperstein" für den Arbeitgeber im Rahmen der ordnungsgemäßen Massenentlassungsanzeige nach § 17 KSchG?

Autor: Dr. Christian Bloth

Das Landesarbeitsgericht Niedersachsen (LAG) hatte darüber zu entscheiden, ob ein Verstoß gegen die Pflicht aus § 17 Abs. 3 Satz 1 KSchG zur Übersendung einer Abschrift an die Bundesagentur für Arbeit die Unwirksamkeit der Kündigung zur Folge hat (Urteil vom 24. Februar 2021; Az. 17 Sa 890/20)

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Abfindungszahlung bei Todesfall

Autor: Jonas Anders

Das Landesarbeitsgericht (LAG) Baden-Württemberg hatte in seinem Urteil vom 15. Dezember 2021 (Az: 2 Sa 11/21) über das Schicksal eines Abfindungsanspruches aus einem Aufhebungsvertrag zu entscheiden. Der beteiligte Arbeitnehmer war kurz vor dem Vertragsabschluss verstorben.

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