NEWSLETTER
März 2023

März 2023


Unser Newsletter „März 2023“ ist im Hauptteil Entscheidungen zur Frage der „Gleichbehandlung“ bei Vergütungen gewidmet sowie der Durchsetzbarkeit eines solchen Anspruchs. Zwei weitere Entscheidungen greifen formelle Fragen bei der Aussprache von Kündigungen auf – Fragen, die immer wieder aufkommen.

Unsere Themen:

BAG: Verhandlungsgeschick kein Grund für „ungleiche Vergütung“ – BAG: Unterschiedlich hohe Nachtarbeitszuschläge können gerechtfertigt sein – BAG: Darlegungs- und Beweislast bei Berufung auf den Gleichbehandlungsgrundsatz – EU: Neue Richtlinie zur Entgeltgleichheit und Lohntransparenz – LAG Hamm: Kein Hinweis auf „Dreiwochenfrist“, Kündigung unwirksam? – LAG Mecklenburg-Vorpommern: Anforderungen an Anhörung des Betriebsrats bei Kündigung in der Probezeit

Gerne stehen wir Ihnen für Ihre arbeitsrechtlichen Fragestellungen – auch außerhalb der Themen des Newsletters – zur Verfügung. Wir wünschen Ihnen nun – nach der winterlichen Zeit – ein wunderbares Frühjahr!

Inhalt
BAG: Entgeltgleichheit von Männern und Frauen – unabhängig von
Verhandlungsgeschick

Autor: Dr. Christian Bloth

Das Bundesarbeitsgericht („BAG“) hat in einem in den Medien viel beachteten Urteil entschieden, dass einer weiblichen Arbeitnehmerin derselbe Lohn zu zahlen ist wie einem männlichen Kollegen, wenn der Arbeitgeber nicht widerlegen kann, dass die unterschiedliche Bezahlung bei gleichwertiger Beschäftigung auf rein objektiven Kriterien beruht. Dabei konnte hier auch der Vermutung einer geschlechtsspezifischen Benachteiligung nicht entgegenhalten werden, der Kollege habe besser verhandelt.

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BAG: Verschieden hohe Zuschläge bei (un-)regelmäßiger Nachtarbeit

Autor: Jonas Anders

Tarifvertragliche Regelungen, welche verschieden hohe Zuschläge für regelmäßige und unregelmäßige Nachtarbeit festlegen, verstoßen nicht gegen den allgemeinen Gleichheitssatz aus Art. 3 Abs. 1 GG. Dies entschied das Bundesarbeitsgericht („BAG“).

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BAG: Darlegungs- und Beweislast beim Berufen auf den Gleichbehandlungsgrundsatz

Autor: Laura Fischler

Das Bundesarbeitsgericht („BAG“) hatte sich mit der Frage zur Darlegungs- und Beweislast im Rahmen eines Anspruchs aus dem arbeitsrechtlichen Gleichbehandlungsgrundsatz zu beschäftigen. Es ging hier darum, dass der Arbeitnehmer vermutete, mit ihm vergleichbare Arbeitnehmer seien aus nicht sachlich gerechtfertigten Gründen in ihrer Vergütung besser als er gestellt worden.

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Abstimmung über EU-Richtlinie zur Entgeltgleichheit und Lohntransparenz

Autor: Laura Fischler

Das Bundesarbeitsgericht hat am 16. Februar 2023 ein richtungsweisendes Urteil zum Thema Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen gefällt, siehe dazu Besprechung in diesem Newsletter. In diesem Bereich sind Lohntransparenz und Entgeltgleichheit nun auch Gegenstand einer neuen Richtlinie der Europäischen Union („EU“). Das Europäische Parlament soll diese Richtlinie am 30. März 2023 verabschieden.

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Kündigung unwirksam wegen fehlenden Hinweises auf Drei-Wochenfrist?

Autor: Dr. Christian Bloth

Das Landesarbeitsgericht Hamm („LAG“) hatte sich mit der Frage der Formwirksamkeit einer Kündigung zu beschäftigen. Dabei galt es zu klären, welche Auswirkung die Arbeitsbedingungen-Richtlinie der Europäischen Union (2019/1152/EU) auf die Auslegung nationalen Rechts hat. Gerügt wurde hier, dass das Kündigungsschreiben keinen Hinweis auf die dreiwöchige Klagefrist enthielt.

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Fehler bei (Probezeit-) Kündigungen

Autor: Jonas Anders

Das Landesarbeitsgericht Mecklenburg-Vorpommern („LAG“) hatte zuletzt über eine Probezeitkündigung zu befinden, deren rechtliche Wirksamkeit durch die betroffene Mitarbeiterin in mehrerer Hinsicht angegriffen wurde, insbesondere wegen einer ihrer Ansicht nach unvollständigen Anhörung des Personalrats. Kommt es darauf in der Probezeit an?

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