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April 2019
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April 2019
Arbeitsrecht in der betrieblichen Praxis –
Neueste Entwicklungen
Verfall von Resturlaub und Obliegenheiten des Arbeitgebers – Rechtsprechungsänderung
Mit Urteil vom 19. Februar 2019 hat das BAG (Az. 9 AZR 541/15) die Vorgaben des EuGH zum Urlaubsrecht (Urt. v. 6. November 2018, C-684/16) umgesetzt und entschieden, dass Arbeitgeber ihre Beschäftigten klar und deutlich auffordern müssen, am Ende des Urlaubsjahres noch nicht beantragten Urlaub zu nehmen und darauf hinweisen müssen, dass dieser andernfalls mit Ablauf des Urlaubsjahres oder Übertragungszeitraums verfällt.
Keine Kündigung wegen verweigertem Home Office
Ein Arbeitgeber ist nicht allein wegen seines arbeitsvertraglichen Weisungsrechts berechtigt, einem Arbeitnehmer einen Telearbeitsplatz zuzuweisen. Lehnt der Arbeitnehmer die Ausführung der Telearbeit ab, so ist dies kein Grund für eine Kündigung.
Bundessozialgericht stärkt den Unfallschutz im Homeoffice
Das Bundessozialgericht hat den Unfallversicherungsschutz für Arbeitnehmer, die im Homeoffice arbeiten, deutlich gestärkt. Es hat entschieden, dass zur Abgrenzung eines Arbeitsunfalls nicht mehr die betriebliche Nutzung des konkreten Unfallortes, sondern eine Ausübung, die dem Unternehmen dient, entscheidend sei.
Betriebsrat: Anspruch auf Einsicht in Bruttoentgeltlisten
Mit Urteil vom 22. Oktober 2018 (Az. 12 TaBV 23/18) hat das LAG Niedersachsen entschieden, dass ein Betriebsrat zur Erfüllung seiner Aufgaben gem. § 80 Abs. 1 BetrVG, weiterhin – also auch nach Umsetzung der DSGVO – das Recht auf Einsichtnahme in nicht-anonymisierte Bruttoentgeltliste habe. Das Recht der Arbeitnehmer auf informationelle Selbstbestimmung werde durch die Einsicht auch in Namenslisten zu Bruttoentgelten nicht verletzt.
Mitbestimmung des Betriebsrats bei der Verwendung von Excel zur Erfassung von Anwesenheitszeiten
Das Programm Microsoft Excel stellt, wenn es zur Erfassung von Anwesenheitszeiten der Mit-arbeiter verwendet wird, ein datenverarbeitendes System dar, dass zur Überwachung des Ver-haltens oder der Leistung der Mitarbeiter bestimmt ist. Seine Verwendung zu diesem Zweck, löst somit ein Mitbestimmungsrecht des Betriebsrats aus.
Neuer Maßstab für die Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung bei Kündigungen
Eine Kündigung des Arbeitsverhältnisses eines schwerbehinderten Menschen, die ein Arbeitgeber ohne Anhörung der Schwerbehindertenvertretung ausspricht, ist unwirksam. Eine solche Unwirksamkeit liegt allerdings nicht allein deshalb vor, weil der Arbeitgeber die Beteiligung der Schwerbehindertenvertretung nicht unverzüglich vornimmt.
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April 2019
Ein Ausblick auf die wichtigsten Neuerungen
Lediglich ein Jahr nach Verabschiedung der 4. Geldwäscherichtlinie („4GwR") hat der europäische Gesetzgeber mit Wirkung vom 9. Juli 2018 bereits die 5. Geldwäscherichtlinie („5GwR") verabschiedet. Diese Richtlinie versteht sich als Antwort auf die jüngeren Terrorattacken in Europa sowie auf die Aufdeckungen in den Panama Papers. Die Mitgliedstaaten haben nun bis zum 10. Januar 2020 Zeit, die Richtlinie in nationales Recht umzusetzen.
In Deutschland ist das Bundesministerium der Finanzen federführend für das Umsetzungsgesetz zuständig. Der Regierungsentwurf soll im Frühjahr 2019 vorliegen, hiernach wäre die Verabschiedung des Umsetzungsgesetzes vor Sommer 2019 und dessen Inkrafttreten zum Herbst 2019 möglich. Wir haben einen genauen Blick auf die für Ihr Unternehmen wesentlichsten Veränderungen geworfen.
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März 2019
Großbritannien hat sich für den Austritt aus der EU entschieden. Was bedeutet der Ausstieg für den Datenschutz?
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März 2019
Die deutschrechtlichen Aspekte einer grenzüberschreitenden Verschmelzung zwischen einer deutschen Gesellschaft und einer in einem EU- oder EWR-Mitgliedstaat ansässigen Gesellschaft sind in den §§ 122a ff. des Umwandlungsgesetzes (UmwG) geregelt. Vor dem Hintergrund des voraussichtlich nahenden Brexit trat am
1. Januar 2019 § 122m UmwG in Kraft.
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